Mädchen in der Technik – Teil III

Steckbrief: Magdalena Doppelbauer

Alter: 28

Berufsbezeichnung: Vermessungstechnikerin

Organisationseinheit: Netzdokumentation

Hauptaufgabe: Digitale Objekterfassung für das interne Netzinformationssystem

Was genau macht ihr in der Abteilung Netz- und Geoinformation?

Unsere Abteilung besteht aus den Bereichen Netzdokumentation und Geoinformatik. Kurz zusammengefasst ist die Netzdokumentation dafür zuständig, die neu verlegten Strom-, Gas- und Telekomleitungen zu vermessen, die Daten in das interne Netzinformationssystem (NIS) zu zeichnen. Die Geoinformatik sorgt für den Betrieb dieses geographischen Informationssystems und bietet diese Dienstleistung auch externen Kunden (zB. Gemeinden) an. Die Netzdokumentation ist allerdings auch für Vermessungen beim Umbau von Umspannungswerken, beim Stationsbau oder anderen Bauten im Konzern zuständig. Das Netzinformationssystem ist im Prinzip ein digitaler „Plan“ von ganz Vorarlberg, der Leitungen aller Art unter der Erde und Objekte wie zB. Häuser an der Oberfläche abbildet. Das NIS ist für den Konzern sehr wichtig, u.a. als Basis für den Netzbetrieb, Planungen aber auch für unsere Kunden. Es ist das Herzstück der Leitungsauskunft.

Ich bin Teil des Teams der Netzdokumentation, arbeite allerdings sehr eng mit dem Team Geoinformatik zusammen. Ich bin gemeinsam mit meinen Kollegen dafür zuständig, dass die Objekte an der Oberfläche richtig in unser Netzinformationssystem eingetragen werden. Da unsere Abteilung primär für die Objekte unter der Erde zuständig ist, brauchen wir zusätzlich externe Vermesser/innen, die uns mit den Objekten an der Oberfläche unterstützen. Diese müssen organisiert und über unsere Vermessungsrichtlinien und -regeln informiert werden, damit wir die Daten nachher ins System eintragen können. Natürlich werden die Daten einer Qualitätskontrolle unterzogen, bevor sie in unser System eingespielt werden können. Diese Kontrolle wird von meinen Kollegen und mir durchgeführt.

Wir vermessen aber nicht nur für Vorarlberg Netz selbst, sondern haben seit mehreren Jahren unter anderem eine enge Kooperation mit den Vorarlberger Gemeinden. Denn auch Gemeinden sind Leitungsbetreiber (zB. Wasser- und Kanalleitungen) und brauchen für einen aktuellen und vollständigen Leitungsplan die Objekte an der Oberfläche. Sie sagen mir, welche Häuser in ihrem Gemeindegebiet neu sind, wir sammeln diese Information und bereiten sie für eine Vermessung auf. Wir nehmen Kontakt zu den Dienstleistern im Bereich Vermessungswesen auf und organisieren die Vermessung dieser Häuser. Die Daten bekommen dann wir als Vorarlberg Netz und natürlich auch unsere Partner.

Was gefällt dir an deinem Beruf?

Mir gefällt an meinem Beruf, dass ich viel in der Natur bin und meine Projekte vom Anfang bis zum Ende begleiten kann. Auch ist es mir persönlich sehr wichtig, das Endresultat sehen zu können. Das NIS kann als ein riesen Puzzle gesehen werden und meine Daten sind ein Puzzlestück. Zudem ist es eine tolle Kombination zwischen etwas Technischem (zB. Anwendung der Vermessungsgeräte) und Kontakt mit verschiedenen Menschen (zB. auf den Baustellen).

Der Beruf als Vermessungstechniker/in ist einfach vielfältig und jeden Tag ein bisschen anders, denn kein Auftrag und keine Baustelle ist gleich wie die zuvor.

Welche Vorteile hat ein technischer Beruf für dich bzw. für andere Mädchen und Frauen?

Für mich ist ein technischer Beruf einfach was Schönes, denn du musst dein Handwerk beherrschen, damit du bei Problemen Lösungen finden kannst. Meine Daten sind der Treibstoff für diesen Prozess und weitere darauf aufbauende Prozesse in anderen Sparten. Durch die laufende Weiterentwicklung in der Technik steht man auch immer wieder vor neuen Herausforderungen und lernt immer wieder etwas Neues dazu.

Unsere
Ausbildungs-
Standorte

Bregenz

        Weidachstraße 6 bzw. 10

Vandans

       Anton-Ammann-Straße 12